Traveling – Part 1

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Traveling – Part 1

My grandparents on one side had six children, my other grandparents had eight descendants. Big families like that were nothing unusual back in the days. Life back then was pretty much about surviving from World War Two and building up Germany again. It was about improving family life and working hard to be able to live a decent life. It sure was no life of abundance, instead it was real hard work, lasting wishes that hardly got fulfilled. It was all about family time within Germany. I remember Germany way divided in to East and West Germany and for a long time we weren’t able to see the other half of the family. It was extraordinary, meeting people from abroad, for example Italian or Turkish people, who came to Germany for work. Most people saw foreign fancy things only on TV and would not have the possibility to fly somewhere for vacation. There were quiet a few barriers, missing money, knowledge of foreign languages and lots more.

We worked hard and life slowly started to improve. My parents have never been on vacation with their whole family. Vacation and traveling almost did not exist. With the next generation, meaning my parents, my sister and I, we started leaving the country to go on vacation. By car we went to close by countries such as Denmark, the Netherlands or France. We stayed for two weeks of camping. That was the kind of vacation I grew up with. My parents worked hard because they wanted us children to have a better life than they had.

Slowly wealth sneaked in and people started to by more and more material things for pleasure. The number of planes up in the sky increased tremendously. Traveling turned into a must have and status symbol.

The first time I went on a plane, was in my late teenage years, as I joined a friend on a long week end trip. I always had the desire of getting to know and conquering the world. On top of my list was New York City. It was my childhood fantasy, I knew one day I’d make it there. And I learned to work hard too, in order to fulfill my dreams and buy either material goods or spoiling myself and fulfilling other things I’m longing for. I joined student exchanges with France, Denmark and Finland and I sure enjoyed staying with foreign families, in order to get an impression on their life.

Looking back at it this life style is old school and does not exist anymore, it all changed within the past decades. German people were fortunate to build a good economy and we increased wealth. We conditioned ourselves to always ask for more – higher, wider, faster. That is the lifestyle I grew up with. It was not just dreaming, it was dream bigger and grab for it until something else more interesting comes along. Nowadays we are more or less used to stressful working conditions in order to secure our lifestyle. We keep buying things we don’t really need and are wasting too many resources. Traveling turned into ordinary. We are used to travel anywhere. It’s either major all inclusive vacation at the beach or being fancy and going to places you have not heard about before. One thing is for sure, you have to take a plane, otherwise it does not count as a real vacation. Sounds familiar?!

Looking at it from a distance, this attitude sucks. To me, traveling is precious. It is true luxury, to look beyond the know and regular every day life. I don’t wanna miss traveling though, I had my share of going to various places for vacation and I often traveled for business reasons. I still am curious about the big world out there, but I wished we would do traveling with a special consciousness and mind set! Being aware of the country and it’s traditions we are heading to, respecting all humans, animals and nature, accepting diversity, cherishing and protecting culture and traditions, taking care of our resources instead of taking it all for granted…

Nowadays there are quite a few people, who escape from their regular life and are searching somewhere else, without being stuck at one place or with material goods. There are various reasons and ways to travel these days and having a close look is very interesting.

Since we are in the unusual situation of not really traveling right now due to the COVID-19 virus, how about using our imagination and experiences to take us beyond our usual boarders?!

The above view is how I personally experienced traveling. It’s a view of an ordinary women, who grew up in Germany. I enjoy being connected with the whole world online (and in real).

This world has become a small place. I’m aware of many positive and negative statements in this concern and I’m looking forward to further discussions in terms of traveling…

Certainly I’m curious for your opinion as well. Please leave a comment with me or insert a link of one of your blog post dealing with traveling!

Reisen – Teil 1

Meine Großeltern auf der einen Seite hatten sechs Kinder, auf der anderen waren es acht. Solche großen Familien waren damals nichts Ungewöhnliches. Im damaligen Leben ging es so ziemlich darum, vom Zweiten Weltkrieg zu überleben und Deutschland wieder aufzubauen. Es ging darum, das Familienleben zu verbessern und hart zu arbeiten, um ein anständiges Leben führen zu können. Es war sicher kein Leben in Fülle, stattdessen war es echte harte Arbeit und dauerhafte Wünsche, die kaum erfüllt wurden. Es ging um Familienzeit in Deutschland. Ich erinnere mich, dass Deutschland in Ost- und Westdeutschland aufgeteilt war und wir die andere Hälfte der Familie lange Zeit nicht sehen konnten. Es war außergewöhnlich, Menschen aus dem Ausland zu treffen, zum Beispiel Italiener oder Türken, die zur Arbeit nach Deutschland kamen. Die meisten Leute sahen fremde ausgefallene Dinge nur im Fernsehen und hatten nicht die Möglichkeit, irgendwohin in den Urlaub zu fliegen. Es gab ein paar Hindernisse wie fehlendes Geld, Fremdsprachenkenntnisse und vieles mehr.

Wir haben hart gearbeitet und das Leben begann sich langsam zu verbessern. Meine Eltern waren nie mit ihrer ganzen Familie im Urlaub. Urlaub und Reisen gab es fast nicht. Mit der nächsten Generation, d.h. meinen Eltern, meiner Schwester und mir, verließen wir das Land gemeinsam, um Urlaub zu machen. Mit dem Auto fuhren wir in Länder wie Dänemark, Holland oder Frankreich. Wir waren für zwei Wochen campen. Das war die Art von Urlaub, mit der ich aufgewachsen bin. Meine Eltern haben hart gearbeitet, weil sie wollten, dass wir Kinder ein besseres Leben führen können.

Langsam schlich sich Wohlstand ein und die Leute begannen, immer mehr materielle Dinge zum Vergnügen zu machen. Die Anzahl der Flugzeuge am Himmel nahm enorm zu. Reisen wurde zu einem Muss und Statussymbol.

Das erste Mal, dass ich in einen Flieger stieg, war in meinen späten Teenagerjahren, als ich mich einer Freundin zu einer langen Wochenendreise anschloss. Ich hatte immer den Wunsch, die Welt kennenzulernen und zu erobern. Ganz oben auf meiner Liste stand New York City. Es war meine Kindheitsphantasie, ich wusste, dass ich es eines Tages dort schaffen würde. Und ich habe auch gelernt, hart zu arbeiten, um meine Träume zu erfüllen und entweder materielle Güter zu kaufen oder mich selbst zu verwöhnen und andere Dinge zu erfüllen, nach denen ich mich sehne. Ich nahm am Schüleraustausch mit Frankreich, Dänemark und Finnland teil und genoss es, bei ausländischen Familien zu sein, um einen Eindruck von ihrem Leben zu bekommen.

Rückblickend ist dieser Lebensstil überholt und existiert in der Form nicht mehr, alles hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Die Deutschen hatten das Glück, eine gute Wirtschaft aufzubauen, und wir haben den Wohlstand gesteigert. Wir haben uns darauf eingestellt, immer mehr zu verlangen – höher, weiter, schneller. Mit diesem Lebensstil bin ich aufgewachsen. Urplötzlich ist es nicht mehr nur ein Traum, heute gibt es viele und immer größer wachsende Träume und Verlangen. Man greift danach, bis etwas anderes Interessanteres hinzukommt. Heutzutage sind wir mehr oder weniger an stressige Arbeitsbedingungen gewöhnt, um unseren Lebensstil zu sichern. Wir kaufen immer wieder Dinge, die wir nicht wirklich brauchen, und verschwenden zu viele unserer Ressourcen. Reisen scheint heutzutage alltäglich zu sein und Reisen bedeutet wirklich, irgendwohin zu gehen. Es ist entweder ein großer All-Inclusive-Urlaub am Strand oder es ist schick und geht an Orte, von denen man noch nie zuvor etwas gehört hat. Eins ist sicher, man muss ein Flugzeug nehmen, sonst zählt es nicht als richtiger Urlaub. Klingt vertraut?!

Wenn man es aus der Ferne betrachtet, ist diese Einstellung scheiße. Reisen ist für mich kostbar. Es ist wahrer Luxus, über das eigene Wissen und den Alltag hinauszuschauen. Ich möchte nicht auf Reisen verzichten, ich hatte meinen Anteil daran, Urlaub an verschiedenen Orten zu machen, und ich bin oft aus geschäftlichen Gründen verreist. Ich bin immer noch neugierig auf die große Welt da draußen, aber ich wünschte, wir würden mit einem besonderen Bewusstsein und einer besonderen Einstellung reisen! Wir sollten uns des Landes und seiner Traditionen bewusst sein, ihre Menschen, Tiere und die Natur respektieren, die Vielfalt und Andersartigkeit akzeptieren, die Vielfalt von Kultur und Traditionen schätzen und schützen, sich um unsere Ressourcen kümmern, anstatt alles als selbstverständlich zu betrachten…

Heutzutage gibt es einige Menschen, die ihrem normalen Leben entfliehen und ihr Glück woanders suchen, ohne an einem Ort oder materiellen Gütern festzuhalten. Es gibt heute verschiedene Gründe und Arten zu reisen, und es ist sehr interessant, genau hinzuschauen.

Da wir uns aufgrund des COVID-19-Virus in der ungewöhnlichen Situation befinden, gerade nicht wirklich zu reisen, können wir unsere Fantasie und Erfahrungen nutzen, um uns über unsere üblichen Grenzen hinweg zu bringen.

Ich habe das Reisen wie oben beschrieben erlebt. Es ist die Ansicht einer gewöhnlichen Frau, die in Deutschland aufgewachsen ist. Ich genieße es, online (und in Wirklichkeit) mit der ganzen Welt verbunden zu sein.

Diese Welt ist ein kleiner Ort geworden. Ich bin mir vieler positiver und negativer Aussagen zu diesem Thema bewusst und möchte sehr gern die Bedeutung von Reisen noch etwas weiter erörtern.

Natürlich bin ich auch neugierig auf deine Meinung. Bitte hinterlasse mir einen Kommentar oder füge einen Link zu einem deiner Blog-Beiträge zum Thema Reisen ein!

17 Comments

  1. Michael A. Kuch

    Your account of growing up and making do with what was available, and to appreciate whatever you were given, is testimony to the truth of so many. Having to do so in the aftermath and shadow of unspeakable tragedy by a country split into two, is unimaginable. I identify specifically with the thrift of a domestic family economy … being happy with food on the table. Enough to eat was a luxury. Your statement of “lasting wishes that hardly got fulfilled” speaks to me as a soundtrack of my childhood, and for most people I had known growing up. As opportunities materialized later in life through the benefits of education and hard work, travel became a necessary luxury, and such luxury was attainable. This pandemic has addressed our queries again about what is necessary. Travel to learn culture and meet people of varying nationalities and beliefs is absolutely necessary. A beautiful, thought-provoking post. Thank you, Sovely. 🙏

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    1. Sovely Matters

      Michael, thank you so much for sharing your thoughts with me! “Unfulfilled wishes” – I don’t see it as a bad thing, it can be pretty much of a motivation. Further it’s good to have some wishes left, life would be boring without. I also understand you see it differently as a child. It’s good to reflect and to put it into the bigger picture, now being older… 🙂

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  2. Helen

    Hi Sovely,
    danke für den Artikel! Über das Reisen hab’ ich in dieser Zeit auch viel nachgedacht. Früher musste es für mich immer möglichst weit weg gehen, damit es eine “richtige Reise” war. Das liegt aber glaube ich auch daran, dass ich beim Reisen immer Abenteuer suche. Am wertvollsten und am meisten in Erinnerung sind mir Momente, in denen ich total lost, aber auch total frei war, einfach mitten im Moment und mit meinen Sinnen verbunden. Außerdem schätze ich es wie du total, mit Leuten vor Ort zu sprechen und dadurch andere Perspektiven einzunehmen. Diese Reiseneugier auch im Alltag beizubehalten würde glaube ich einen großen Unterschied für mich machen. 🙂 Den Gedanken an Flucht aus dem Alltag kann ich aber irgendwie auch ganz gut nachvollziehen…
    Du hast recht, es ist echt wichtig, das Reisen als den Luxus anzusehen, der es ist und der Vergleich zu früher, aber auch die jetzige Situation, machen das nochmal deutlich. Hoffentlich kommt es langsam auch zu einem Umdenken bezüglich des Umgangs mit Kultur und Umwelt in anderen Ländern.
    Liebe Grüße, Helen

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    1. Sovely Matters

      Liebe Helen, ich habe mich sehr über Deine ausführlichen Worte gefreut und danke Dir sehr dafür.

      Reisen bedeutet sich auf ein Abenteuer einzulassen, das schätze ich auch sehr!

      Ja, ich kann Dir nur Zustimmen, ein Umdenken und ein Bewusstsein ist wichtig!

      Ich sende Dir herzliche Grüße! Deine Sovely

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  3. Reni´s Odds and Sods

    Your awesome post reminds me a lot of my childhood and youth. Also your dream of visiting New York. I fulfilled that dream at the age of 63.
    I never had the idea of missing anything in my youth, and now I appreciate every vacation even more and feel so blessed I’m able to!
    XOXO Reni

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    1. Sovely Matters

      Reni, thanks for that insight, I appreciate it a lot. Things happen when ever it is time for it to unfold, don’t you agree!?

      We should be open, aware and letting it happen -. the big journey of life.

      Great sharing thouhts with you! Love, Sovely

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  4. wibiwonders

    Our family always had a staycation – in ‘Bad Meinheim’ -thankfully we had a big garden and lovely countryside nearby. Daytrips only with the whole family – and even those rarely. I didn’t miss it as a child but feel for my mother who only ever managed to get away on her own once – and she really ought to have had more proper ‘holidays’ – she was nevertheless a citizen of the world, she didn’t need to travel to be understanding of different views and cultures. I like to think she accompanies me ‘in spirit’ when I travel – and I do look forward to travelling again, I have to admit 🙂

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  5. T.

    Hi Sovely, danke für den Beitrag. Für mich ist es ein gewaltiger Unterschied zwischen A) „Irgendwo“ hinzufliegen um da im Sand zu liegen, deutsches Bier zu trinken und deutsche Bücher zu lesen oder B) die Menschen vor Ort zu suchen und eben auch mal in Ecken zu kommen, wo wir unsere Komfort-Zone verlassen. Wir waren letztes Jahr mit den Kids in Indien und das war „mir“ die Distanz, der Flug und …. ja … auch das CO2 Wert. Das ist Ökologisch nicht gut und ökonomisch nicht immer machbar. Schon klar. Aber wir verballern die 345 anderen Tage im Jahr so viel CO2 und Geld, da kann man gern ansetzen

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    1. Sovely Matters

      Danke, danke, danke, da bin ich ganz bei Dir! Es ist schön von Dir zu lesen, auch wenn Du jetzt gerade an einem Ort festsitzt. Zum Reisen kommen ja auch noch die schönen Geschäftsreisen dazu, und die Frage nach dem wo bin ich, wer bin ich, wie spät oder was für ein Tag ist es!? Ich sende Dir herzliche Grüße! Sovely

      PS Eine Reise mit den Kids in ein derart fremdes Land ist durchaus ein großes Geschenk – lucky you!

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