Words || Worte

|| English & deutschsprachige Version

Quickly she turned the page of the open book. It was a blank page. From a distance she heard a desperate cry for help. Where did all the words go? It wasn’t the emptiness that bothered her. No, she even enjoyed the freedom that came with it. What actually harassed her, however, was the helplessness with which she pondered the lost words.

Had the words ever found their expression or were they ephemeral like everything else in life? Maybe they existed in her mind only?

Who writes is more lasting. She had often immortalized herself through work, but it is now clear to her: what use is all of this if her everyday life takes up most of her capacity and there is rarely room to breathe and to be creative.

There is many advice – about setting priorities, approaching challenges carefully, calmly, slowly …and sometimes it’s something simple such as “close your eyes and be done with it”. You cannot avoid regularly reassessing the situation for yourself, listening to your inner voice and paying close attention. It is important to keep reminding yourself that everything is happening in good time.

The gap on MurmelMeister was part of the emergency brake to protect me from slipping into burnout again. I pulled myself through and worked hard. Professionally, I went full throttle again, to finally enjoy Germany’s summer time. Summer and me – and a seemingly endless freedom. Freedom to hear words clearly.

Summer is over. I’m still somewhere and I’m fine with it. Inbetween my work stress had many new highs again. I am not impressed. I like that everything is open at the moment and I want to take that opportunity to realign myself. My wish is to continue feeling myself and to enjoy everyday life despite all adversities. I see all these challenges. Sometimes I patiently face them, sometimes I don’t.

I read many, many books again. I enjoy when words dance through my soul, when they touch me and something new arises. Then I happily hum along and feel passion in everyday life.

Photo by Pixabay on Pexels.com

Hastig schlug sie die Seite in ihrem Buch um. Es war eine leere Seite. Aus der Ferne vernahm sie einen verzweifelten Hilferuf. Wo waren nur all die Worte hin verschwunden? Es war nicht die Leere, die sie störte. Nein, sie genoss die Freiheit, die diese mit sich brachte sogar. Was sie aber tatsächlich verunsichert, war die Hilflosigkeit, mit der sie über die verlorenen Worte sinnierte.

Hatten die Worte jemals ihren Ausdruck gefunden oder waren sie vergänglich, wie alles andere im Leben? Gab es sie vielleicht nur in ihrem Kopf?

Wer schreibt, der bleibt. Beruflich hatte sie sich oft verewigt, doch ihr ist inzwischen klar: was nützt alles das, wenn ihr Alltag den Großteil ihrer Kapazität einnimmt und nur selten Raum zum Atmen und für Kreativität bleibt.

Es gibt so viele Ratschläge – von Prioritäten setzen, den Herausforderungen mit Bedacht, Ruhe, Langsamkeit begegnen… Und manchmal auch einfach “Augen zu und durch”. Man kommt nicht umhin die Lage regelmäßig für sich neu zu bewerten, auf die innere Stimme zu hören und gut achtzugeben. Es ist wichtig, sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen, dass alles zu seiner Zeit geschieht.

Die Pause auf MurmelMeister war Teil der Notbremse, um mich vor einem erneuten Abrutschen in ein Burnout zu schützen. Es folgte das Zähne zusammenbeißen. Beruflich doch noch mal Vollgas gegeben, um mich dann auf den Sommer in Deutschland einzulassen. Der Sommer und ich – und eine scheinbar endlose Freiheit. Freiheit, um den Worten zu lauschen.

Der Sommer ist vorbei. Ich befinde mich noch immer irgendwo und es geht mir gut dabei. Zwischenzeitlich hatte mein Arbeitsstress wieder viele neue Höhepunkte. Ich bin nicht beeindruckt. Ich mag es, dass gerade alles offen ist, und ich die Möglichkeit nutzen möchte, mich neu auszurichten. Mein Wunsch ist es mich weiterhin zu spüren und den Alltag trotz aller Widrigkeiten zu genießen. Ich sehe all die Herausforderungen, und begegne diesen mal mehr und mal weniger geduldig.

Ich lese wieder viele viele Bücher. Ich genieße es, wenn die Worte durch meine Seele tanzen, wenn sie mich berühren und etwas neues entsteht. Dann summe ich fröhlich mit, und spüre meine Leidenschaft im Täglichen.

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