“It’s my party!” || Meine Party

Part 2/2 || Teil 2/2

“It’s my party!” || Meine Party

…unfortunately the story turns even more frightening. Welcome to my real life. There was a time I let go of my demons. I was totally into Buddhism and only a few rare times, I decided to go out dancing and having fun.

This one eve, I was out on Reeperbahn. It was a small club, crowded with Rock’A’Billies and Rock’A’Bellas. I love Rock’N’Roll, the music of the Fivties and especially Doowop. I sometimes dressed up and wear a petticoat. It’s an exception when I allow myself to be a girlie-girl. Besides saying all this I have to state, that I never belonged to any group or movement. I always have been myself and did what I wanted. This was one part of me, the nostalgia of past times.

So this special eve, I joined a friend to one of the 50ties/60ties parties. I never learned the typical dance steps, but I have music in my blood.
I really enjoyed that party, no question and I felt honored as the DJ came up to me that night, asking me to dance with him. I denied as seriously, I’m not into this couple dancing and as said before, I really am not familiar with any real dance moves. The DJ told me not to worry. He would lead. I blushed. I liked that, so I gave in. We danced and I had a blast. I really enjoyed myself. He took me to a different time and place. Holla.

Later on that eve I left the club with a crowd of strangers, heading to a private party taking place in the middle of nowhere. I joined my friend who assured it is a friend of a friend, of a friend…
All these dressed up people, the party crowd, driving their Old-Timers to come together for the love of 50ties/60ties music. My favorite car is a Opel-Kapitän in light blue with a white roof. I sure enjoyed myself as we were cruising around with these fancy cars.

So we ended up at this place, somewhere. The middle of nowhere. A lonely single house with a big backyard. We had a fire burning outside. It was kinda chilly, the music and great vibes got lost in the width of the night. People gathered around the fireplace with a beer, talking and enjoying each other’s company. For what ever reason I left that scenery to walk inside the house to get an idea on the host and his home. I had absolutely no idea where I was at, somewhere in a suburban area of Hamburg. Inside the house, I walked from room to room. I noticed old furniture, which I love. I love old stuff that has a history. I love antique furniture, which is why I continued walking around and looking at everything. I was not drunk. I was not paying attention either.

I saw a sign hanging right above one door. Old big German letters. I had to try hard to read it, it was not familiar at all but it was the beginning of my alarm bells ringing. It was my instinct that told me something is terribly wrong here. Could this be real? What was this? Honestly, I could not believe what I read. I was blue-eyed, in my world something like this could not possibly exist. In panic, I looked around. All of a sudden it was everywhere. Everywhere. Nazi symbols, old pieces of Nazi history and monuments on German darkest hours.


I felt like puking. What was I doing here and who are these people. I went outside, grabbed my friend and told her to come with me. Immediately she sensed something was wrong. We went back inside. Inside, we ran into the owner of the house. My friend introduced me to the host of the party. Alarm. Real bad situation. I will never forget his piercing blue eyes.
I excused us and begged my friend to come with me. Silently I asked her to look around. A scream left her mouth and I stopped her, by putting my hand above her lips. “Sssssh, we gotta leave right away!!!”

…and so we did. No turning back. No looking back.
I don’t wanna deal with it.

This night remained as a shock experience in my memory. It followed me in my thoughts. It scared me to death. I never really had a reason to deal with German history. I haven’t really known my grandfathers. I have no idea about my family history during the Nazi period. So beside German history lessons at school, this was not a topic I really looked into. We simply tent to not speak about stuff like that, while at the same time, not allowing us to be proud Germans. How can we be proud, with a history that dark?

It took me two weeks that I felt haunted by this experience. Then one night I understood. Again I was in a state of shock. All of a sudden I realized I’ve seen the house owner before, the dark man with the piercing blue eyes. It is the men out of my dreams. The man who followed me. The man hunting me down in my dreams became alive in my reality. I recognized that man. It was the same person as in my nightmares. I know, because we were face to face as I was looking out the hole in the wall in order to face my fears. “Trümmerteilchen” of German history – more than a scary experience to me.

||Meine Party

…leider wird die Geschichte noch erschreckender. Willkommen in meinem wirklichen Leben. Es gab eine Zeit, in der ich meine Dämonen losließ. Ich war total im Buddhismus angekommen, und nur selten beschloss ich tanzen zu gehen und Spaß zu haben. Diesen einen Abend ging es auf die verrucht-berüchtigte Reeperbahn. Es war ein kleiner Club, überfüllt mit Rock’A’Billies und Rock’A’Bellas. I love Rock’N’Roll, die Musik der Fünfziger und besonders den Doowop. Gelegentlich hübsche ich mich auf und trage einen Petticoat. Es ist eine Ausnahme, wenn ich mir erlaube ein Girlie-Girl zu sein. Abgesehen davon, muss ich festhalten, dass ich nie einer Gruppe oder Bewegung angehörte. Ich war immer ich selbst und habe getan, was ich wollte. Das war ein Teil von mir, die Nostalgie vergangener Zeiten.

Also an diesem besonderen Abend, traf ich mich mit einer Freundin zu einer 50er/60er-Jahre-Party. Ich habe nie die typischen Tanzschritte gelernt, aber Musik fließt durch meine Adern.

Ich habe diese Party wirklich genossen, keine Frage, und ich fühlte mich geehrt, als der DJ in dieser Nacht auf mich zukam und mich bat, mit ihm zu tanzen. Ich verneinte, denn diese Paar Tanzerei ist einfach nicht meine Welt und wie gesagt, ich bin wirklich nicht mit irgendwelchen echten Tanzbewegungen vertraut. Der DJ antwortete mir, ich solle mir keine Sorgen machen. Er führt. Ich errötete. Das gefiel mir irgendwie, also gab ich nach. Wir haben getanzt, und ich hatte Spaß. Ich habe mich wirklich gefreut und es genoßen! Er hat mich in eine anderen Zeit und an einem anderen Ort gezaubert. Holla.

Später an diesem Abend verließ ich den Club mit einer Menge von Fremden und ging zu einer privaten Party, die mitten im Nirgendwo stattfand. Ich schloss mich meiner Freundin an, die versicherte, es sei ein Freund eines Freundes, eines Freundes …
All diese aufgestylten Menschen, die Partycrowd, mit ihren Old-Timern, die sich treffen aus Liebe zur Musik der 50er und 60er Jahre. Mein Lieblingsauto ist der Opel-Kapitän in hellblau mit weißem Dach. Ich habe mich sehr wohl gefühlt, als wir mit diesen schicken Autos herumfuhren.

So landeten wir irgendwie und irgendwo an diesem Ort. Die Mitte des Nirgendwo. Ein einsames Einzelhaus mit großem Grundstück. Wir hatten draußen ein Feuer brennen lassen. Es war irgendwie kühl, die Musik und große Stimmung verlor sich in der Tiefe der Nacht. Die Menschen versammelten sich mit einem Bier um das Lagerfeuer, redeten und genossen die Gesellschaft des anderen. Aus welchem Grund auch immer, ich verließ diese Kulisse, um im Haus zu spazieren, um eine Vorstellung vom Gastgeber und seinem Haus zu bekommen. Ich hatte absolut keine Ahnung, wo ich war, irgendwo in einem Hamburger Vorstadtgebiet. Im Inneren des Hauses ging ich von Zimmer zu Zimmer. Ich bemerkte alte Möbel, die total schick finde. Ich liebe alte Sachen, die eine Geschichte haben. Ich liebe Antiquitäten, weshalb ich weiter herumspazierte und alles betrachtete. Ich war nicht betrunken. Ich habe aber auch nicht aufgepasst.

Ich sah ein Schild direkt über einer Tür hängen. Alte große deutsche Buchstaben. Ich musste mich bemühen, es zu lesen, es war überhaupt nicht vertraut, aber es war der Beginn meiner Alarmglocken. Es war mein Instinkt, der mir sagte, dass hier etwas furchtbar falsch läuft. War das echt? Was war das?
Ehrlich gesagt, konnte ich nicht glauben, was ich las. Ich war blauäugig, in meiner Welt konnte so etwas unmöglich existieren. In Panik habe ich mich umgeschaut. Plötzlich war es überall. Überall! Und ich mitten-drinnen. Nazi-Symbole, alte Stücke der NS-Geschichte und Denkmäler der dunkelsten Stunden Deutschlands.

Ich fühlte mich, als ob ich kotzen müsse. Was habe ich hier gemacht, und wer sind diese Menschen? Ich ging hinaus, schnappte meine Freundin und sagte ihr, sie solle mit mir kommen. Sofort spürte sie, dass etwas nicht stimmte. Wir gingen zurück hinein. Drinnen rannten wir in den Besitzer des Hauses. Meine Freundin stellte mich dem Gastgeber vor. Alarm! Echt schlechte Situation. Seine durchdringenden blauen Augen werde ich nie vergessen.

Ich entschuldigte uns und bat meine Freundin, mit mir zu kommen. Schweigend deutete ich ihr, sich umzusehen. Ein Schrei verließ ihren Mund, und ich stoppte sie, indem ich meine Hand auf ihre Lippen presste. “Sssssh, wir müssen sofort hier weg!!!”

… Und so geschah es. Kein Zurück. Kein Rückblick.
Ich wollte mich nicht damit beschäftigen.

Diese Nacht blieb mir als Schockerlebnis in Erinnerung. Es folgte mir in meinen Gedanken. Es erschreckte mich zu Tode. Ich hatte nie wirklich einen Grund, mich mit der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Ich kenne meine Großväter nicht wirklich. Ich habe keine Ahnung von meiner Familiengeschichte während der NS-Zeit. Neben dem Unterricht der Deutschen Geschichte in der Schule war unsere Geschichte nichts, das mich wirklich beschäftigte. Es wurde nicht über solche Sachen gesprochen, während wir unterdes keinen Nationalstolz besaßen. Wie können wir stolz sein, mit einer Geschichte, die dermaßen dunkel ist?

Es hat zwei Wochen gedauert, in denen ich mich von dieser Erfahrung verfolgt fühlte. Dann eines Nachts verstand ich. Wieder war ich in einem Schockzustand, denn plötzlich bemerkte ich, dass ich den Hausbesitzer schon einmal gesehen hatte. Der dunkle Mann mit den durchdringenden blauen Augen. Es ist der Mann aus meinem Albtraum. Der Mann, der mir immer folgte. Mich verfolgte. Der Mann, der mich in meinen Träumen jagte, wurde nun in meiner Realität lebendig. Urplötzlich erkannte ich diesen Mann. Der Gastgeber der Nazi-Party und der Mann aus meinem Albträumen war eine Person. Ich weiß es genau, weil wir uns von Angesicht zu Angesicht sahen, wie ich durch das Loch in der Wand sah, um mich meinen Ängsten zu stellen. “Trümmerteilchen” der deutschen Geschichte – für mich mehr als eine beängstigende Erfahrung.

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