Switch Off || Ausschalten

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Switch Off

Being a very passionate person, I‘m living my life in dedication. Mingling with the moment and breathing it all in. I feel. I taste. I smell. I see. I hear. I cherish life and yes, I see it as a real treasure and enjoy it to the fullest.

Unfortunately, right now I’m confronted with a situation that leaves me completely speechless. I have absolutely no idea how to respond to it. Experiencing it makes me despair. I wished I could turn off my emotions as simply as a machine is to be switched off. (Un)fortunately, that’s not me!

At work, I have two new bosses at the top, who, after a year, tidy up everything. Many new rules are created. It’s all about following whatever they say. They leave no doubt that they are ruling this place. They tightened the screws. Those who don’t cooperate or who are no longer functioning may leave or will be let go.

I used to be a member of the works council, supporting employees and being their representative. Within the past 7 years, I‘ve been through a lot of shit: I was almost fired. As part of the works council, I was too complicated for my former boss. I outlived that one and learned a lot during that time. It was asking a lot of me and truly challenging. I always feel the pressure to speak up against injustice. Supporting my surrounding and caring about others goes without saying for me. I‘m an empathetic human being.

Working for the municipal administration, the environment is not competitive or anything; it’s not about maximizing and continuously raising profit, no pressure in that concern. All we have to do is create a healthy environment for people to work and stick with their jobs; also, we have to make sure that we serve the locals of this town. It sounds easy, but it’s not at all. At no time, can I recommend working for municipal administration/town hall or anything like that. The whole construct very much lives or dies with whoever the mayor is on top. It’s the second mayor I’m experiencing and both appeared to be narcissistic, creating a really toxic environment and apparently the untold goal is creating a monument to oneself.

I decided to no longer be a candidate for the works council. The head of the council sided with the mayor. Therefore, the works council is not in the position of doing an independent and proper job. This doesn’t work for me. I‘m always speaking up for the weaker ones and I can’t stand when things go in a totally wrong direction!

Both of the new bosses started some kind of witch hunt within the company. An entire department was already wiped out and replaced. I remained trustworthy to my colleagues which means they keep talking to me about everything. I heard too much about what’s happening. It’s unbelievable and breaking my heart. It’s beyond mere cruelty; it’s absolutely disgusting.

My colleagues turned numb, not speaking up at all anymore and submitting to their fate. The whole executive level got muted and is not sticking together. Even the works council lost control. They should be independent and their jobs are safe, still they are remote-controlled by the new leading team.

As of now, personally, I’ve nothing to worry about, I’m not in focus. At the same time, I’m questioning why anyone should work at this toxic place and sacrifice wonderful lifetime for leaders who aren’t leaders at all. People do follow because they are scared.

I‘m back to meditating. Every morning I need to convince myself to get out of bed in order to go to work. It takes a lot of courage and strength. I’m relying on my inner glow while choosing my battles wisely.

Paolo Coelho’s “Warrior Of Light” provides interesting ideas to think about when in challenging situations:

When to take risks…

A warrior of the light, before entering an important combat, asks himself: “up to which point have I developed my skills?”

He knows that the battles fought in the past always provided him with a lesson. However, many of these teachings caused the warrior to suffer more than necessary. More than once, he wasted his time fighting for a lie.

Abschalten

Als sehr leidenschaftlicher Mensch lebe ich mein Leben in Hingabe. Ich verschmelze mit dem Moment und atme alles ein. Ich fühle. Ich schmecke. Ich rieche. Ich sehe. Ich höre. Ich schätze das Leben und ja, ich betrachte es als einen wahren Schatz und genieße es in vollen Zügen.

Leider werde ich derzeit mit einer Situation konfrontiert, die mich völlig sprachlos macht. Ich habe absolut keine Ahnung, wie ich damit umgehe. Es stimmt mich verzweifelt, so etwas zu erleben. Ich wünschte, ich könnte meine Emotionen so einfach ausschalten wie eine Maschine. (Un)glücklicherweise bin ich das nicht!

Auf der Arbeit habe ich zwei neue Chefs an der Spitze, die nach einem Jahr alles aufräumen. Viele neue Regeln werden aufgestellt. Es geht nur darum, zu tun, was sie sagen. Sie lassen keinen Zweifel daran, dass sie diesen Ort regieren. Sie ziehen die Schrauben fest an. Diejenigen, die nicht kooperieren oder nicht mehr funktionieren, können gehen oder werden entlassen.

Ich war früher Mitglied im Personalrat und unterstützte die Mitarbeitenden und war ihr Vertreter. In den letzten 7 Jahren habe ich viel Mist erlebt: Ich wäre fast gefeuert worden. Als Mitglied des Personalrats war ich für meinen ehemaligen Chef zu kompliziert und unbequem. Ich habe das überlebt und in dieser Zeit viel gelernt. Es war eine große Herausforderung für mich. Ich fühle immer den Druck, gegen Ungerechtigkeiten anzukämpfen. Die Unterstützung meiner Umgebung und das Kümmern um andere ist für mich selbstverständlich. Ich bin ein einfühlsamer Mensch.

Bei der Arbeit für die Stadtverwaltung ist die Umgebung nicht wettbewerbsabhängig oder so etwas; es geht nicht darum, den Gewinn zu maximieren und ständig zu steigern, kein Druck in dieser Hinsicht. Alles, was wir tun müssen, ist, eine gesunde Umgebung für die Menschen zu schaffen, um zu arbeiten und an ihrem Arbeitsplatz zu bleiben; außerdem müssen wir sicherstellen, dass wir die Einheimischen dieser Stadt bedienen. Es klingt einfach, ist es aber überhaupt nicht. Zu keiner Zeit kann ich empfehlen, für die Verwaltung/das Rathaus oder Ähnliches zu arbeiten. Das gesamte Konstrukt lebt oder stirbt sehr stark mit dem/der Bürgermeister/in an der Spitze. Es ist der zweite Bürgermeister, den ich erlebe, und beide scheinen narzisstisch zu sein, was eine wirklich toxische Umgebung schafft, und anscheinend ist das unerzählte Ziel, ein Denkmal für sich selbst zu hinterlassen.

Ich habe beschlossen, nicht mehr als Kandidat für den Personalrat anzutreten. Der Vorsitzende des Rates stellte sich auf die Seite des Bürgermeisters. Daher ist der Personalrat nicht in der Lage, eine unabhängige und ordnungsgemäße Arbeit zu leisten. Das funktioniert für mich so nicht. Ich spreche immer für die Schwächeren, und ich kann es nicht ertragen, wenn die Dinge völlig in die falsche Richtung gehen!

Beide neuen Chefs haben eine Art Hexenjagd innerhalb des Unternehmens gestartet. Eine ganze Abteilung wurde bereits ausgelöscht und ersetzt. Ich blieb meinen Kollegen treu, was bedeutet, dass sie mit mir über alles sprechen. Ich habe zu viel über das gehört, was passiert. Es ist unglaublich, und bricht mir das Herz. Es geht über bloße Grausamkeit hinaus; es ist absolut widerlich.

Meine Kollegen sind abgestumpft, mucken nicht mehr auf und unterwerfen sich ihrem Schicksal. Die gesamte Führungsebene wurde stummgeschaltet und hält nicht zusammen. Selbst der Personalrat hat die Kontrolle verloren. Sie sollten unabhängig sein und ihre Jobs sind sicher, dennoch werden sie ferngesteuert von dem neuen Leitungsteam.

Persönlich habe ich derzeit nichts zu befürchten, ich stehe nicht im Mittelpunkt. Gleichzeitig frage ich mich, warum überhaupt jemand an diesem toxischen Ort arbeiten und wunderbare Lebenszeit für Führungskräfte opfern sollte, die überhaupt keine Führungskräfte sind. Die Leute folgen, weil sie Angst haben.

Ich bin wieder am Meditieren. Jeden Morgen muss ich mich überzeugen, aus dem Bett zu kommen, um zur Arbeit zu gehen. Es erfordert viel Mut und Stärke. Ich verlasse mich auf mein inneres Leuchten, während ich meine Kämpfe weise wähle.

Paolo Coelhos „Krieger des Lichts“ liefert interessante Ideen zum Nachdenken, wenn man sich in herausfordernden Situationen befindet:

Wann man Risiken eingehen sollte…

Ein Krieger des Lichts fragt sich, bevor er in einen wichtigen Kampf eintritt: „Bis zu welchem Punkt habe ich meine Fähigkeiten entwickelt?“ Er weiß, dass die in der Vergangenheit geführten Schlachten ihm immer eine Lektion gegeben haben. Viele dieser Lehren ließen den Krieger jedoch unnötig leiden. Mehr als einmal verschwendete er seine Zeit damit, für eine Lüge zu kämpfen.


Credit:

© Text: The Warrior Of Light written by Paulo Coelho, general text by thttp://www.MurmelMeister.com & a little help of ChatGBT

© Foto: Pexels


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